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Chronik - Unsere Geschichte

 

Quelle: Nordwest Zeitung

 

Freude am Singen und an der Geselligkeit ließen im Jahre 1869 im alten Oltmannschen Dorfkrug am Edewechter Markt einige sangesfreudige Männer zu dem Entschluß kommen,

einen Männergesangverein zu gründen. Diese waren:

 

Johann Anton Bohn, Edewecht 

Walter Becker, Edewecht

Wilhelm Feldhus, Edewecht

Carl Wilhelm Finke, Edewecht

Carl Gehrels, Westerscheps

Friedrich zu Jührden, Edewecht

Gerhard Oltmanns, Edewecht

Georg Oltmer, Osterscheps

Heinrich Oellien, Edewecht

Dietrich Renken, Edewecht

 

Sie gaben dem Verein den Namen „Sängerrunde“. Die Gründer des Vereins haben sicher nicht geahnt, dass ihre Initiative so lange Bestand haben würde.

Der junge Verein entwickelte sich unter seinem ersten Liedervater, dem Mitbegründer Johann Anton Bohn, welcher in den ersten Jahren gleichzeitig auch Dirigent, Schrift- und Kassen-führer in einer Person war, sehr gut. Im Jahre 1875 konnte er, trotz Unterbrechung seiner Tätigkeit durch den Krieg 1870/71, etwa 25 Mitglieder verzeichnen. Diese Zahl stieg über die Jahrhundertwende bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges auf 33 Mitglieder.

Nach der durch den Krieg hervorgerufenen Unterbrechung nahm die „Sängerrunde“ ihre Tätigkeit am 6.12.1919 wieder auf und führte sie durch, bis der Zweite Weltkrieg im Jahre 1939 erneut dazu zwang, die Vereinsarbeit einzustellen. Die Zahl der aktiven Sänger hatte sich bis dahin ziemlich konstant gehalten. Nach fast 7jähriger Zwangspause konnte im Herbst 1946 mit 13 Sängern wieder mit dem Singen begonnen werden. Schon zu Beginn des Jahres 1947 gesellten sich neue Sänger zu ihnen, unter diesen die ersten Neubürger.

Sie fanden in der „Sängerrunde“ wahre, echte menschliche Kontakte. Hier fragt niemand nach Stand und Herkunft. Hier war man kein Fremder, sondern Sangesbruder. Das passte so recht in die damalige Zeit. Das war der Geist, den die „Sängerrunde“ damals ausstrahlte und aus dem auch die Neubürger, die zu ihr gestoßen waren, in ihrer neuen Umgebung wieder Boden unter den Füßen finden ließ.

Nach dem Neubeginn 1946/47 konnte der Verein ein stetes Ansteigen seiner aktiven wie auch fördernden Mitglieder verzeichnen. Heute zählt die „Sängerrunde“ 20 aktive und 130 fördernde Mitglieder. Die „Sängerrunde“ führte über die Jahrzehnte ihre regelmäßigen Übungsabende durch, getreu ihrem Wahlspruch:

>Rein im Sange, Treu im Wort, fest in Eintracht immerfort.<

Sie widmete sich in jahrelanger, ernster und erfolgreicher Arbeit überwiegend der Pflege des Chorgesanges und schuf sich damit das Rüstzeug für die musikalische Umrahmung zahlreicher öffentlicher Veranstaltungen. Der Chor wirkte mit bei allen Bundessängerfesten und sonstigen Veranstaltungen benachbarter Vereine, bei kirchlichen Feiern, bei Veranstaltungen des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge, bei Betriebsfesten, bei Festlichkeiten der Handwerkerschaft, des Landvolkbundes und der Heimatvereine, ferner bei Jubiläen verschiedener Art, sowie bei Konzerten in Krankenhäusern und Altersheimen. Der Verein nahm auch an einem Benefizkonzert des Kunst- und Kulturkreises Edewecht zu Gunsten des Arbeitskreises Kinder von Tschernobyl e.V. im Mai 1994 teil.

Der Männergesangverein „Sängerrunde“ Edewecht leistete damit in den über 140 Jahren seines Bestehens einen beachtlichen Beitrag auf kulturellem und gesellschaftlichem Gebiet zum Dorfgemeinschaftsleben. Diese Leistung fand ihre schönste Anerkennung und Würdigung durch die hohe staatliche Auszeichnung, die der „Sängerrunde“ Edewecht anlässlich ihres 100jährigen Bestehens mit der Verleihung der Zelterplakette zuteil wurde.

Wenn die „Sängerrunde“ auf eine so lange, erfolgreiche Schaffenszeit zurückblicken kann, so ist dies in erster Linie das Verdienst der Männer, die den Verein durch die Jahrzehnte geführt haben. Ein Außenstehender weiß meist nicht, wie viel Mühe und Sorgen der Liedervater und der/die Dirigent/in zu tragen haben, um einen Chor nicht nur in seinem Bestand, sondern auch in seiner Leistung zu halten und aufwärts zu führen. Die „Sängerrunde“ befand sich immer in der glücklichen Lage, solche beherzten Menschen in ihren Reihen zu haben.

 Der Liedervater muß sich aber auch auf alle Sänger verlassen können. Nur so ist er in der Lage, den Dirigenten/die Dirigentin in einem möglichst vollzählig besetzten Chor zu stellen. Hierin liegt der Schlüssel für den Erfolg der Vereinsarbeit. Die Sänger haben sich in ihrer überwiegenden Mehrzahl diesen Grundsatz zu eigen gemacht.

Über Jahrzehnte hindurch blieben sie dem Chorgesang in der „Sängerrunde“ treu verbunden. Ihre Verbundenheit und Verdienste in der Vergangenheit wurden immer wieder gewürdigt. Noch heute sind in der „Sängerrunde“ Sangesbrüder, die für 25 oder 40 Jahre Singen geehrt wurden, keine Seltenheit.

 

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